Die Stiftung

An dieser Stelle berichten wir Ihnen Neuigkeiten aus der Stiftung.

 

 

Oktober 2017: Stiftungsgäste umrahmen Burg-Jubiläum

 Nach der Zerstörung und dem Verfall der beiden mittelalterlichen Vorgängerbauten wurde am 3. Oktober 1867 die dritte Burg auf dem Zollerberg eingeweiht. Nun, 150 Jahre später, wurde dieses Jubiläumsereignis zwei Tage lang auf dem Stammsitz der Hohenzollern-Dynastie gefeiert. Tagsüber überraschte die Burg ihre Gäste mit allerlei Musik, einer Sonderausstellung, dem größten Geburtstagskuchen, den die Burg je gesehen hat, sowie einem Musical im Burghof, das von Jugendlichen aufgeführt wurde, die in der Kira-Stiftung zu Gast waren.

Die 18 jungen Sängerinnen und Sänger erarbeiteten das anspruchsvolle Programm in den Stiftungsräumen auf der Burg Hohenzollern unter der Leitung des amerikanischen Musikdirektors Todd Fletcher. Die Jugendlichen stammen aus verschiedenen Krisengebieten des Nahen Ostens und fanden als Einzelflüchtlinge ihren Weg nach Deutschland. Zudem zählten deutsche und amerikanische Jugendliche zu der internationalen Künstlergruppe. Das Musical-Projekt wird bereits seit etlichen Jahren als Friedensprojekt mit wechselnden Teilnehmern auf der Burg Hohenzollern durchgeführt in Kooperation von Kira-Stiftung und Todd Fletchers gemeinnütziger Organisation Plural Arts International, deren Ziel es ist, durch darstellende und bildende Kunst, Musik und Literatur größeres gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen aus unterschiedlichen Verhältnissen zu fördern. 

 


Juli 2017: Geislinger Bärenkinder im Burg-Abenteuer

Eingeladen von der Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung verbrachten zehn Kinder der Bärengruppe des St. Michael-Kindergarten aus Geislingen mit ihren Begleiterinnen eine spannende Woche auf der Burg Hohenzollern. In den Räumen der Stiftung hatte die Pädagogin Nadine Schwengenbecher ihre Literaturwerkstatt für Kids eingerichtet. Dort tauchten die Kinder mit allen Sinnen ein in die fantastische Welt der Kinderliteratur, in der sie es unter anderem mit feuerspuckenden Drachen zu tun bekamen, Mutproben im Dschungel überstanden und die Farbe des Glücks entdeckten. Jedes Kind wurde dabei unterstützt, sich seiner eigenen Gefühle, Gedanken und Stimmungen bewusst zu werden und diese auf vielfältige Weise auszudrücken. Auch kindgerechte Yoga-Übungen waren Teil des Projektes. „Es ist ein wunderbares Geschenk, das wir jeden Tag erleben durften“, bestätigt Daniela Hatzenbühler, die Leiterin des katholischen Kindergartens. Schon allein die Burg Hohenzollern an sich sei ein Abenteuer für die Bärenkinder gewesen. Zusammen mit Prinzessin Sophie erkundeten die Bärenkinder das altehrwürdige Gemäuer bis in die hintersten Winkel. „Das ist ein Erlebnis, das die Kinder sicherlich nie vergessen werden“, erklärt Daniela Hatzenbühler begeistert.



September 2016: Flüchtlinge präsentieren Musical

Fröhlich tönen Klavierklänge und Gesang aus dem dritten Stock der Burg Hohenzollern. Ein Musical wird einstudiert. Die Akteure: 15 jugendliche Flüchtlinge aus Afghanistan, Eritrea und Somalia, die eine lange und gefährliche Reise hinter sich haben. Allein, ohne Eltern oder sonstige Familienangehörige, waren die 15-17-Jährigen wochenlang auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung in ihren Heimatländern. In den Jugendwohngruppen des Diasporahauses in Bietenhausen, Hechingen, Albstadt und Rottenburg haben sie Zuflucht gefunden und erleben das erste Mal seit langer Zeit wieder ein friedliches Miteinander.

Die Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung hat – unterstützt von der Sparkasse Zollernalb – die jungen Männer auf die Burg Hohenzollern eingeladen, um dort zwei Wochen lang im Rahmen des Projektes „Eisodus“ (Einzug) ein Musical einzustudieren. „Eisodus“ wird von der Berliner Organisation PluralArts International initiiert, die es sich zum Ziel gesetzt hat, mittels Kultur- und Musikprojekte gegenseitiges Verständnis und den Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Kultur, Religion und Herkunft zu fördern. PluralArts-Direktor Todd Fletcher übernahm dabei als Vollblutmusiker selbst die Regie und komponierte und textete zusammen mit den Jugendlichen die Lieder für das Musical. Ihm zur Seite standen sein Assistent Andy Benn, die Musical-Darstellerin Beatrix Reiterer, vier Jugendlichen aus dem Zollernalbkreis, die sozusagen die kulturelle Brücke unter Gleichaltrigen schlagen, und Friedrich Schiller. Denn dessen Ballade „Die Bürgschaft“ stand als Thema im Mittelpunkt des Musicals. 

Die Lieder, die das Team eigens für das Musical erarbeitet hat, sind übrigens alle deutschsprachig. Die Jugendlichen nutzten so auch die Möglichkeit, Deutsch zu lernen beziehungsweise ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Denn obwohl sie erst seit wenigen Monaten in Deutschland leben, können sich einige der Jugendlichen bereits auf Deutsch unterhalten. Und zur Auflockerung tönte aus den Burgfenstern im dritten Stock auch schon mal ein inbrünstiges „Freude schöner Götterfunken“ oder „Marmorstein und Eisen bricht“. Das amüsierte dann auch schon mal die überraschten Touristen im Burghof.